Fotografie
Insights
Das Bild als Akt der Verehrung. Aus buddhistischer Sicht unterscheidet sich ein Porträt grundlegend von einem Bild des Buddha, das immer darauf zielt, uns zur Befreiung zu führen. Seine Quelle liegt in der Transzendenz, jenseits jeder körperlichen oder psychologischen Darstellung.
Seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts hat die Fotografie die buddhistische Darstellung verändert und dem Bild der Meditation eine dokumentarische Dimension hinzugefügt. Weise und Lehrer zu fotografieren ist für Gläubige ein selbstverständlicher Akt. Die fotografierte Person posiert meist in einer Meditationshaltung, und die Bilder werden innerhalb der religiösen Gemeinschaft vervielfältigt und verbreitet.
Meine Absicht ist nicht, eine Serie von Andachtsbildern zu schaffen. Die Kluft zwischen spiritueller Erfahrung und ihrer Darstellung wird immer bleiben. Eine Fotografie hält einen Moment fest, der in der Vergangenheit liegt; die Meditation kennt nur die Gegenwart. Insights denkt über unsere Wahrnehmung der Zeit und über den Prozess körperlicher und seelischer Wandlung nach.
Vipassana bedeutet, in die wahre Natur der Wirklichkeit zu sehen. Sie ist eine der ältesten buddhistischen Meditationstechniken, entstand vor rund 2500 Jahren in Indien und gelangte später nach Burma, wo sie bewahrt wurde. Die Übenden sitzen eine Stunde oder länger, beobachten innere körperliche und geistige Vorgänge und entwickeln Gleichmut.































